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Der Weg zu uns

Franzoesische-Edelweine
Tony van den Broeke heißt Sie auf seiner Homepage ’Französiche Edelweine’ willkommen.
Auf den folgenden Seiten möchte ich Ihnen meine Produkte und Dienstleistungen näher bringen.

Christina Fischer, Sommelier und Inhaber von Fischers Weingenuß und Tafelfreuden, Köln:

Ich liebe die Weine der Loire, weil es hier trotz der allgemeinen Globalisierung des Weingeschmacks noch sehr viel Eigenständigkeit und Individualität zu erkunden gibt. Manchmal scheint die Zeit einfach stehen geblieben zu sein. Aber das ist gerade das Entdeckenswerte. Dann kommt man in den Genuß, herrliche bodengeprägte, mineralische Weine probieren zu können, wie z.B. den Cabernet franc des Hospice de Saumur, speziell die Mauer-Lage Clos des murs. Ein herrlich konzentrierter und kräftiger, aber keinesfalls schmeichelnder Rotwein. Er erscheint eher animalisch würzig, mit gutem Potential und Aromen von Brombeeren und Cassis.
 
Nicht nur für uns, sondern insbesondere auch für unsere Gäste immer wieder ein tolles Erlebnis sind die edelsüßen Weine aus der leider oftmals recht verkannten Chenin blanc-Traube. Mit dem Quarts de Chaume von Baumard haben wir schon so manchen Ungläubigen hinters Licht geführt. Solch feine Aprikosen- und Zitrusaromen, herrlich eingebundene Säuren, Vielschichtigkeit und Filigranität sind sonst nur bei edelsüßen Rieslingen zu finden.
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Chatherine Thevenot – Sommelier

 
„Als Französin liegen mir meine heimischen Weinanbaugebiete hinsichtlich meiner Empfehlungen im Restaurant natürlich besonders am Herzen. Ob Bordeaux, Burgund, das Rhônetal, der Elsaß oder die Region der Loire, alle Gebiete haben inzwischen in der gehobenen Gastronomie ihren gebührenden Rang erobert und auch ihren festen Platz als Begleiter einzelner Speisen eingenommen. Dabei gibt es Weinbauregionen, wo man nur wenig erklären muß, weil darüber der Gast aufgrund der vielfältigen Publikationen im allgemeinen schon gut informiert ist.
 
Glücklicherweise aber gibt es auch noch Landstriche, die fast völlig unbekannt und voller angenehmer Überraschungen sind. Einer davon ist zweifelsohne das wunderschöne Loiretal. Gerade die Weine der Loire ermöglichen es dem Sommelier, das Weinspektrum gezielt auszubreiten und manch einem Gast mit für ihn bis dato noch absolut unbekannten Namen eine ungeahnte Freude zu bereiten.
 
Und wenn sich Gäste dann z.B. zwei Jahre später noch lebendig an die Kombination von Croque-Monsieur von der Gänsestopfleber und dem Coteaux du Layon Cuvèe Paon von Baumard erinnern können, dann war die Arbeit des Sommeliers, der ja quasi als Botschafter zwischen den Leistungen des Kochs und des Winzers fungiert, gelungen. Nichts ist ein
größeres Kompliment in meinem Beruf, als einen intensiv fühlenden und genießenden Gast zu erleben.
bild_thevenot
Rene Baumgart – Sommelier:

 
„Das Loire-Tal ist insbesondere durch die wunderschönen Schlösser und durch das Tuff-Gestein geprägt.  Der Tuff gibt dem Wein Mineralität, Spiel und Länge. Die Facetten der Region reichen vom einfachen Weißwein über kräftige, gehaltvolle Rotweine bis hin zum vielschichtigen und langlebigen Süßwein. Grundlage dafür sind die beiden Rebsorten  Chenin blanc und Cabernet franc. Mittlerweile werden sie in der ganzen Welt angebaut, allerdings erreichen sie ihre volle Faszination nur hier an der Loire.
 
Als Sommelier begeistern mich diese Weine durch ihren Reichtum an Frucht, Säure, Gehalt, Tiefe und Lagerfähigkeit. Damit kann ich
Weinliebhaber in Blindproben überraschen - und auch begeistern. Vor allem der Chenin blanc ist eine Rebsorte, die sehr gut zum heutigen way of life beim Essen, worunter ich die Einflüsse Asiens und Südamerikas in der hiesigen Küchenlandschaft verstehe,  paßt. Gerade hier werden Aromen und Gewürze verwendet, zu denen der Chenin blanc optimal mit seiner Säure und Restsüße harmoniert.
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Guntram Fahrner – Chefsommelier:

 
„Bis vor wenigen Jahren konnten Sommeliers den Weinen von der Loire nur wenig abgewinnen. Es gab zwar die bekannten Dörfer Sancerre und Pouilly Fume mit ihren Weißweinen, aber das war es dann auch schon. Inzwischen hat sich allerdings einiges gewandelt. So werden die Loire-Weine unter den Sommeliers heute wegen ihres ausgefallenen und eigenständigen Charakters als kleiner Geheimtip gehandelt. Zu diesem guten Ruf in der Branche hat im wesentlichen die Region Saumur mit ihren roten und weißen Prestigeweinen beigetragen.
Die Chenin blanc-Rebe gehört zweifellos zu den originellsten und größten Reben der Weißweinwelt. Gerade in der Region Saumur und
Anjou bringt sie aufgrund des Bodens (terroir) diese große Stilistik, die sie so faszinierend, vielfältig und zugleich außergewöhnlich macht - sowohl im trockenen wie auch im edelsüßen Bereich. Der rote Gegenspieler, die aus der Familie des Cabernet Sauvignon stammende Rebe Cabernet franc, überzeugt mit einem erdigen und kräutrigen Charakter sowie vielen dunklen Beerenfrüchten. Diese Rebe hat wahrhaftig ein Entwicklungspotential, das sehr stark an die großen Gewächse aus dem Bordeaux, insbesondere aus dem Graves-Gebiet, erinnert.
 
Ich bin mir sicher, daß die in diesem Buch beschriebenen Regionen für alle Weinfreunde eine Bereicherung darstellen, und freue mich deshalb mit ihnen auf viele authentische Weine mit reichlich Genuß im Glas.“
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Jürgen Fendt - Chefsommelier, Hotel Bareiss:

 
„Wenn dieser faszinierende Fluß doch nur etwas näher bei Deutschland liegen würde. Aufgrund seiner Ausdehnung wirkt er außerordentlich beruhigend. Darüber hinaus man hat den Eindruck, weit und breit der einzige Tourist zu sein. Dies ändert sich allerdings schlagartig, sobald man die wunderschönen Schlösser, die sich elegant in die Landschaft einfügen, besucht. Der Adel wußte schon vor Jahrhunderten sehr wohl, daß man hier im „Garten Frankreichs“ eben alles, was das Herz und die Seele begehrt, bekommen kann: Muße und Muse, Wild, Gemüse und Obst sowie natürlich die außergewöhnlichen Kreszenzen.
 
Die Weine sind oft leicht, beschwingend anregend, jedoch ebenso unendlich nach- und reichhaltig, vielschichtig sowie saftig – einfach lustfördernd auf das nächste Glas oder Mahl. Deshalb fällt die Entscheidung auch sehr schwer, welchen Wein man wann und wo wieder trinken sollte. Wenn dieser faszinierende Fluß doch nur...“
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Alfred Voigt, Sommelier, Résidence, Essen-Kettwig:

 
„Welch eine rasante Entwicklung hat sich an der Loire seit meinem ersten Besuch vor zehn Jahren vollzogen. Aus einem bescheidenen, manchmal etwas rustikal wirkenden Gebiet mit immensem, aber brachliegendem Potential ist ein aufblühender Landstrich geworden. Offensichtlich hat man die Möglichkeiten erkannt und auch ergriffen. Die hier produzierten Weine sind allesamt hervorragend und können sich mit den Besten durchaus messen. Teilweise ist man dabei vielleicht aber auch bereits über das Ziel hinausgeschossen, denn manche Weine erscheinen schon zu geschliffen.
 
Kannte die Weinwelt damals allenfalls Nicolas Joly, den Aussteiger aus Paris, der noch persönlich mit dem Pferd den Rebberg des Coulée bestellt, so hat sich inzwischen doch eine ganze Gruppe von charaktervollen und z.T. auch eigenwilligen Winzern dazugesellt wie
 
- Florent Baumard, der sensible und feinfühlige Produzent von „adeligen“ Weinen;
 
- Pierre Soulez, der Asket, der nach meinem Dafürhalten die komplexesten Chenins überhaupt produziert;

- die Brüder Foucault, die einen Cabernet franc von Weltklasse produzieren, und zwar ohne Zugeständnisse, also ohne „künstliche Weichmacher“; und
 
- Jo Pithon und Claude Papin, den Königen der Trockenbeerenauslesen am Layon, deren Weine so konzentriert sind, daß man sie eigentlich nur Fingerhutweise genießen kann.
 
Dies sind nur einige Beispiele aus der Vielzahl der guten bis ausgezeichneten Weinmacher.
 
Gab es früher in deutschen Fachgeschäften, abgesehen vom süßlichen Rosé d’Anjou, kaum ein Angebot von der oberen Loire (anders als in England, wohin schon immer stark exportiert worden war), so hat sich dies inzwischen doch deutlich gewandelt. Nunmehr sind auch hier fast alle namhaften Erzeuger zu bekommen. Allerdings haben sich mit der Entwicklung auch die Preise teilweise erheblich erhöht.
 
Doch was macht denn die Weine aus dem lieblichen Garten Frankreichs so attraktiv und interessant – was ist das Besondere an Ihnen? Zunächst einmal ist festzustellen, daß die Region auf eine sehr lange Weinbautradition zurückblicken kann. Im Laufe von vielen Jahrhunderten konnten damit ganz allmählich die besten Lagen herausgefunden werden. Darüber hinaus setzte man jeweils nur sehr wenige Rebsorten, nämlich diejenigen, die sich optimal angepaßt hatten, ein. Diese Tradition wird nach wie vor verfolgt, wobei man sich insbesondere sehr terroirbezogen gibt. Selbstverständlich hat man auch mit Anpflanzungen der Chardonnay- und Cabernet Sauvignon- Traube experimentiert. Diese beiden Rebsorten haben es allerdings nicht vermocht, die Identität von Anjou-Saumur mit Chenin blanc und Cabernet franc zu brechen.
 
Natürlich haben die Reblauskatastrophe, Weltkriege und wirtschaftliche Sonderprobleme immer wieder zu Rückschlägen geführt. Der „Überlebenskampf“ hatte lange Zeit zur Folge, daß die meisten Winzer neben dem Wein auch noch in anderen landwirtschaftlichen Feldern wie Obst- und Ackerbau sowie Viehwirtschaft tätig waren. Die Spezialisierung hat sich eigentlich erst in den letzten zwei Jahrzehnten vollzogen, aber auch noch heute fahren viele Betriebe zweigleisig.
 
Bei den Qualitätserzeugern der Loire wird Technik generell nur als Hilfe eingesetzt. Die dahinterstehende Philosophie heißt schlicht: Wein wächst und wird nicht gemacht, und diese Qualität wollen die Winzer erhalten. Das oft modisch wirkende Gerede vom Terroir ist hier Wirklichkeit. Die Weine sind in der Regel sehr charaktervoll und benötigen deshalb Zeit, um in der „Weinwelt“ die gehörige Anerkennung zu finden. Natürlich gibt es auch hier viele Schmeichler, sie prägen aber zum Glück nicht das Image dieser Region.
 
Generell handelt es sich bei den Kreszenzen der Loire um Weine, mit denen man sich auseinandersetzen muß. Der erste Schluck bereitet vielleicht eher etwas Unbehagen, der letzte schmeckt dafür um so besser. Die Weine sind sehr vielfältig in der Ausbauweise, aber auch in der Aromatik. Vom etwas eckigen, rustikalen Schaumwein über den trockenen, mineralischen und säurereichen Wein, der am Anfang so gar nicht über den Gaumen strömen will, und den halbtrockenen harmonischen Vorspeisenwein bis zur unglaublich haltbaren und ungeheuer komplexen und feinen Trockenbeerenauslese bietet der Chenin blanc ein außerordentliche Vielfalt, die allenfalls noch vom Riesling übertroffen werden könnte. Ähnlich ist das Bild beim roten Cabernet franc. Hier sind kühl zu trinkende fruchtbetonte Weine ebenso wie animalische, intensive und gut gereifte Gewächse anzutreffen, aber auch große Weine im Bordeaux-Stil kann man finden. Natürlich muß insbesondere bei den letzteren das Wetter mitspielen, aber das ist im Bordeaux-Gebiet auch nicht anders.
 
Befaßt man sich mit der Loire erst einmal etwas näher, so wird man schnell feststellen, daß es hier sehr viel Spannendes zu entdecken gibt - eben ein Gesamtkunstwerk aus Architektur, einer lieblichen und beruhigenden Landschaft sowie hochwertigen Naturalien, wozu insbesondere der Wein zählt, abseits der ausgetretenen Pfade und fast vor der Haustüre.
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