Franzoesische-Edelweine
Tony van den Broeke heißt Sie auf seiner Homepage ’Französiche Edelweine’ willkommen.
Auf den folgenden Seiten möchte ich Ihnen meine Produkte und Dienstleistungen näher bringen.

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Der Weg zu uns
Von der Quelle bis zur Mündung

 
Der Mont Gerbier de Jonc im Vivaraisgebirge (Zentralmassiv) hätte wahrscheinlich nirgendwo eine besondere Erwähung gefunden, wenn nicht gerade hier in einer Höhe von 1.400 Metern die Loire ihre Quelle hätte. Was dort als kleiner Bach seinen Lauf nimmt, entwickelt sich über eine lange Strecke durch die verschiedensten Landschaften zu einem breiten und strömenden Wasserlauf. Während die Loire in ihrer Hauptwegrichtung zunächst über einen längeren Abschnitt fast nur nordwärts verläuft, ändert sie in Höhe von Moulins bzw. Nevers ihre Richtung nach Nordwesten. In Orléans erreicht die Loire ihren nördlichsten Punkt, um sich dann nach einem kleinen Abschwung im Pariser Becken direkt westlich zu wenden und schließlich bei Saint-Nazaire in den Atlantischen Ozean zu münden. Mit einer Länge von über 1.000 km ist die Loire damit Frankreichs längster Fluß
 
Die Loire ist ein romantischer Fluß mit vielen Gesichtern. Hunderte kleinere und größere Inseln sowie zahlreiche malerische Buchten zieren ihren Verlauf. Bei Sonnenschein erscheint die Wasseroberfläche azurblau, bei Mondschein wird das Licht wie bei einem Großbrand in leuchtenden Farben reflektiert. Bei schönem Wetter tanzen Millionen von Mücken während der Dämmerung am Ufer des Flusses.
 
Die Loire war und ist nach wie vor ein Inspirationsbrunnen für Dichter, Maler und alle anderen Künstler. Naturliebhaber schätzen sie vor allem wegen ihrer ausgezeichneten Wasserqualität sowie der intakten Flora und Fauna. Fluß und Landschaft sind weitgehend verschont geblieben von den negativen Auswirkungen der Industrialisierung und Zivilisation. Ein Grund hierfür liegt auch an der starken Versandung des Flusses und den vielen Untiefen, die ein Aufkommen des Berufsschiffsverkehrs gar nicht erst richtig zuließen bzw. praktisch schnell wieder zum Erliegen brachten. So laden die kleinen Sandstrände und die vielen geschützten Buchten heute geradezu zum Picknick ein. Fast ungestört kann man die herrliche Ruhe am Flußufer genießen.
 
Je weiter sich die Loire ihrer Mündung nähert, um so breiter wird sie. Alles, was ihr in den Weg kommt, nimmt sie mit. Hunderte von kleinen und größeren Nebenflüssen wie z.B. Sarthe, Indre, Maine, Mayenne, Vienne, Loir, Cher und Layon vergrößern nicht nur die Wasseroberfläche zunehmend, sondern beschleunigen vor allem auch die Fließgeschwindigkeit. Von der Stadt Angers etwa strömt eine riesige Wassermenge in einem breiten Flußbett bis zur Mündung. Da der Wasserstand natürlich wesentlich vom Wetter im Zentralmassiv und den Niederschlägen im Unterlauf beeinflußt wird, sind die Schwankungen beträchtlich. So fließen im Winter rd. 50 m³ Wasser in den Ozean. Im Frühjahr dagegen, wenn die Schneeschmelze eingesetzt hat, können es schnell auch 9.000 m³ werden. Dies macht verständlich, warum es im unteren Loire-Tal immer wieder zu Überflutungen gekommen ist. Das letzte Hochwasser, das weite Teile der Landschaft überflutet hatte, war im Januar 1994 zu verzeichnen. Dabei mußten bei der ca. 5 km süd-westlich der Stadt Angers liegenden Ortschaft Bouchemaine, wo die Loire und Maine zusammentreffen, damals viele Menschen evakuiert werden.
 
Während im Landesinneren an der Loire kontinentales Klima vorherrscht, profitiert das Loire-Tal zur Küste hin noch hunderte von Kilometern landeinwärts vom Golfstrom. Das milde Meeresklima bildet die besten Voraussetzungen für eine breite Palette an landwirtschaftlichen Produkten. Angebaut wird fast alles, was in Frankreich auch auf den üppigen Märkten an Obst, Gemüse und Blumen vorzufinden ist. So ist es nicht verwunderlich, daß das Loire-Tal auch „Le Jardin de France“ - der Garten Frankreichs genannt wird. Darüber hinaus haben die ausgestreckten Waldgebiete links und rechts des Flusses einen hohen Wildbestand.
 
Diese Umstände sowie die relativ kurze Distanz nach Paris waren ausschlaggebend dafür, daß sich nach Beendigung des Hundertjährigen Krieges die französischen Könige und der Hochadel gerade hierhin zurückzogen. Fortan nannte man das Loire-Tal auch „La Vallée des Rois“ - Das Tal der Könige. Nachdem die Engländer 1453 endgültig aus Frankreich vertrieben worden waren, ließen die Monarchen und der Geldadel am Ufer des Flusses zahlreiche architektonische Wunderwerke – eben Traumschlösser - errichten. Kein anders Gebiet hat so viele Schlösser vorzuweisen. Sechs der zwölf meistbesuchtesten Schlösser Frankreichs stehen an der Loire. Hier konnten sie wie Gott in Frankreich leben: Maitressen und Liebschaften auf der einen Seite - Speis und Trank auf der anderen. Dabei kam das reichhaltige Gemüse eben aus dem Garten, das Fleisch von der Jagd und die Fische aus der Loire. Doch zu einem guten Essen gehört auch ein erlesener Tropfen. Da traf es sich nur zugut, daß der liebe Gott bei der Schöpfung das Loire-Tal gleich auch noch als eines der schönsten Weingegenden mit ausgezeichneten Lagen für den Weinbau beschert hatte.
 
So ist bekannt, daß der Savennières der Lieblingswein von Ludwig dem XIV und Napoleon war. Francois Rabelais, der große französische Humanist, Arzt und Schriftsteller, hat in Gargantua et Pantagruel ausführlich die Weine aus Chinon beschrieben, und der beliebte König Heinrich der IV war voll des Lobes über die Sancerreweine etc.
 
Spuren hat natürlich auch Jeanne d'Arc, die Jungfrau von Orléans, im Loire-Tal hinterlassen. Bei ihrer Zusammenkunft mit Charles VII (1422-1461) in Chinon an der Vienne hat sie ihn dazu überredet, sich in Reims als Monarch und Herrscher von Frankreich krönen zu lassen. Charles selbst ist in Bourges geboren worden, nur ca. 30 km von den Weinanbaugebieten Sancerre und Menetou-Salon entfernt. Daher ist es auch nur zu verständlich, daß der Monarch ein großer Freund eben dieser Weine war.
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